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Festival für Spielräume der Öffentlichkeit

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Jäger und Maler

Ein Spiel mit wildem Sprayen und ernster Überwachung: Bringe mit Kreide Farbe in die Nachbarschaft und zeige den anderen Teams, wer in dieser Straße Boss ist. Lass dich nur nicht von den eigens angestellten Security-Typen erwischen, ihre Kameras sehen (fast) alles! Jäger und Maler ist nur ein kleiner Teil von Crashtest Nordstadt (http://crashtest-nordstadt.de). Der Regisseur Jörg Lukas Matthaei stellt das Gesamtprojekt am Sa. um 17:30 vor.

Deutsch/Englisch

Format: Spiel
mit Anmeldung, 12-20 Spieler

  • Freitag, 10.08.2012 15:00 – 15:30

Invisible Playground (DE)

invisibleplayground.com

Invisible Playground entwickelt Spiele für Städte. Mit ortsspezifischen Street-, Audio- und Transmedia-Games macht das Team aus Künstlern, Designern und Wissenschaftlern die Stadt zur Plattform für spielerische Erfahrungen. Ortsspezifisch heißt, dass soziale Dynamiken, technische Infrastrukturen und Architekturen als Grundlage von Spielen verwendet werden. Die Teilnehmer erhalten Zugang zu den verborgenen Spielplätzen inmitten von Alltagsumgebungen. Invisible Playground arbeitet an großen und kleinen Projekten international mit Theatern, Museen und Festivals zusammen und veranstaltet selbst regelmäßig Workshops, Open Playgrounds und Street-Games-Festivals wie You Are GO! in Berlin (2011). Nach der Gründung im Jahr 2009 hat sich die Gruppe stetig weiterentwickelt und zu einem Kollektiv mit sieben festen Mitgliedern formiert. Neben der Präsenz auf künstlerischen und kulturellen Plattformen entwickelt die Gruppe auch anspruchsvolle spielerische Formate im kommerziellen Umfeld.

matthaei & konsorten (DE)

www.matthaei-und-konsorten.de

Unter dem Label „matthaei & konsorten“ sind seit 2000 an die 40 Arbeiten vielfältiger Ausrichtungen entstanden: Von Inszenierungen für die Bühne, über Installationen & Diskursproduktionen bis hin zur Entwicklung neuer Formate für urbane Landschaften, welche seit einigen Jahren einen Schwerpunkt der Arbeit ausmachen, der fortwährend weiter entwickelt wird. Dementsprechend kann man Inszenierungen von matthaei & konsorten an allen Orten begegnen, welche auch im Leben ihrer Akteure oder Besucher vorkommen: Von der Blindenanstalt aus dem 19. Jahrhundert, durch die Hinterhöfe, Küchen & Wohnzimmer von wohlhabenden oder prekarisierten Innenstadt-Bewohnern, zum fast leergezogenen über 600jährigen Dorf direkt an der Lärmschutzwand des Flughafens; von der Pathologie aus der Zeit, als die Stadt wild wucherte, zum Showroom des Luxusappartment-Projekts auf dem Mauerstreifen, zum Asylbewerberheim am Industriehafen kurz vorm Balkan, bis hin zum verlassen vor sich hin dämmernden Freizeitpark des untergegangenen politischen Systems; von Keller, Dachboden & Logen des alten Theaters zu den verblichenen Suiten des Luxus-Hotels aus den 50ern, als hier noch Könige & Politiker sich breit machten; von Swinger-Club & Line-Dance-Verein bis hin zur Villen-Allee & dann auch wieder in den klar markierten Kunsträumen von Theatern & kulturellen Institutionen. Die Arbeiten von matthaei & konsorten zeichnen so eine Landkarte der Gegenwart, auf der jedes Projekt einen spezifischen Ort sichtbar macht & einträgt. Dessen Koordinaten entstehen aus der Fokussierung aufs individuelle Leben, die Vielfalt seiner Praktiken, Schönheit des Partikularen & überraschende Verästelungen des Subjektiven – im Schnittpunkt mit seinen äußeren Bedingungen & der allgemeinen Narrationen, in denen sich Gesellschaft ihrer selbst versichert.